Wir nutzen jede Chance für eine sichere Energiezukunft
Steigender Strombedarf
Die Nachfrage nach Energie nimmt zu. In der Schweiz steigt der Strombedarf jährlich um durchschnittlich 1-2 Prozent. Wenn die Produktion nicht Schritt hält, droht bereits im Jahr 2020 ein Engpass. Wenn die Wirtschaft und die Bevölkerung rund um die Uhr mit Strom versorgt sein wollen, müssen grössere Strommengen aus dem Ausland importiert werden. Abhängigkeit und zunehmende Kosten sind die Folge.
Investitionen zur Umsetzung der Energiestrategie
Die Schweiz hat frühzeitig auf dieses Szenario reagiert. Die vom Bundesrat im Jahr 2007 beschlossene Strategie mit den vier Säulen Energieeffizienz, erneuerbarer Energien, Grosskraftwerke und Energieaussenpolitik.zielte wesentlich auf Versorgungssicherheit ab. Nach dem Reaktorunglück in Fukushima hat der Bundesrat im Mai 2011 die Energiepolitik neu ausgerichtet. Im Vordergrund stehen jetzt der Ausstieg aus der Atomenergie und der Aufbau einer dezentralen, unregelmässig gespiesenen Stromversorgung. Die neue Energiepolitik muss noch den demokratischen Prozess durchlaufen und vom Volk genehmigt werden, Zeithorizont ca. 2015.
Ungeachtet der weiteren energiepolitischen Entwicklungen ist Alpiq bereit, mit Investitionen und Know-how umfassende unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen einen Beitrag an eine nachhaltige Energiezukunft leisten. Wir wollen uns für den effizienten Einsatz von Energie engagieren, die erneuerbaren Energien stärken und uns auch für den Bau von Grosskraftwerken einsetzen.
Energiemix als Basis zum Erfolg
Im Juni 2008 haben wir – im Einklang der damaligen Energiepolitik des Bundesrats - ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues Kernkraftwerk im solothurnischen Niederamt eingereichtDas Bewilligungsverfahren wurde nach dem Reaktorunglück in Fukushima sistiert. Die konkrete Ausgestaltung der neuen Energiepolitik ist noch offen. Bei der Förderung erneuerbarer Energien kommt unsere Kompetenz im Wasserkraftwerksbau zum Tragen. Neben diversen Projekten für Kleinwasserkraftwerke investieren wir aber auch in die Gewinnung von Windenergie.
Als europaweit tätiges Unternehmen wissen wir, dass die Versorgung am besten mit einem Mix von Kraftwerken, unterschiedlichen Lastprofilen und Energieträgern abgesichert werden kann.
Strommarktöffnung
Eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz ist die Strommarktöffnung. Die Schweiz als Stromdrehschreibe Europas ist stark mit dem liberalisierten Strommarkt der EU verbunden. Der weitere Ausbau der Zusammenarbeit soll in einem bilateralen Abkommen mit der EU geregelt werden. Die Verhandlungen dazu laufen schon seit einigen Jahren. Kommt es zu einer Einigung, müsste der Schweizer Strommarkt weiter geöffnet werden. Aber auch dazu müsste das Volk zuerst ja sagen.
Die Energiezukunft der Schweiz betrifft uns alle. Die öffentliche Diskussion darüber ist wichtig und hilft, Risiken, Chancen und Widersprüche aufzuzeigen und möglichst nachhaltige Lösungen zu finden, die Aspekte der Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit ausgewogen berücksichtigen. Alpiq will zum Gelingen beitragen.
