Geschichte und Chronik der Kummler+Matter AG
Die Firma Kummler + Matter AG hat eine lange unternehmerische Tradition. Den Grundstein legte Hermann Kummler - der bedeutende Schweizer Pionier der Elektrizitätswirtschaft und des Leistungsbaus.
Eine kurze Chronik zu unserer Unternehmung und zum Gründer:
1863
Hermann Kummler wird am 27. Juni in Aarau geboren
1881
Lehre bei der Aargauischen Creditanstalt
1884-1885
Marseille: Importhandel
1888-1891
Cramer-Frey & Co., Pernambuco: Importhandel
1892
Elektrizitätswerk Aarau, Bäurlin & Kummler Konzession für erstes Licht- und Kraftnetz der Stadt Aarau
1894
Beteiligung an EW Olten-Aarburg, Kraftwerk Ruppoldingen, Grundlage für ersten grösseren Leitungsbau Trennung von Bäurlin (später Sprecher & Schuh) eigene Firma H. Kummler & Cie.
1896
Fabrikneubau in der Bleichmatt, Aarau Studienreisen zur Gewerbeausstellung in Berlin und zur elektrischen Landesausstellung in Nürnberg, Besuch bei Emil Rathenau, AEG
und bei Schuckert
1897
Heirat mit Elsa Sauerländer: erstes Domizil Herzogstrasse 27, Aarau, später Kauf der Villa Olinda, heute Parkweg 9 Kraftwerkprojekte Schinznach und Gnadenthal Konkurrenz durch Acetylen- und Gasglühlicht
1899
Besuch der Automobilausstellung in Berlin, der AEG sowie der Schnellbahn Marienfelde-Zossen, von Voigt & Haeffner in Bockenheim und C.F. Benz in Mannheim
1899
Gründung der Schweizerischen Automobil-Gesellschaft, Aarau
1901
Konkurrenzkampf gegen AEG in Baselland
1905
Erster Fahrleitungsauftrag (Langenthal-Jura-Bahn)
1906
Fahrleitungsbau im Simplontunnel (Auftrag des Generalunternehmers BBC) Erster Auslandauftrag (von BBC: Borgomanero-Novara) Gründung VSEI: Kummler Präsident
1909
Kollektivgesellschaft und im gleichen Jahr Aktiengesellschaft Kummler & Matter (Kummler VR-Präsident und Delegierter, Matter Delegierter)
1910
Konzessionserteilung für Rupperswil an Kummler & Matter mit späterem Verkauf an BBC gegen Grossauftrag im Leitungsbau Zweiggeschäft in Stuttgart: Einstieg in den deutschen Leitungsbau
1911 ff.
Fahrleitungsbau für zahlreiche private Bahnen
1914 ff.
Kriegsausbruch: von delikater Situation zu gefestigter Stellung in Deutschland. Konflikt mit Frankreich. Umgründung in Stuttgart: Gesellschaft für elektrische Anlagen mbH (GEA). Die GEA ist der Ursprung der heute zum Atel-Konzern gehörenden GAH. Mangel an Kupfer- und Eisendraht. Rüstungsproduktion.
1916/20
Gründungs- und Vorstandsmitglied Mustermesse Basel
1918/19
"Notelektrifikation" der SBB: erster SBB-Auftrag an Kummler & Matter (Lenk-Sion)
1918-1922
Fahrleitungsbau für die RhB (Kummler & Matter Hauptunternehmer)
1922 ff.
Grossaufträge im Fahrleitungsbau SBB
1926
"Auslandabteilung": Expansion für den Apparatebau ins Ausland mit neuem Leiter. Kompetenzaufteilung bei Kummler & Matter: Rückzug Kummlers auf das VR-Präsidium und den Leitungsbau
1927/28
Fiasko der Expansion. Entlassung des Leiters der Auslandabteilung
1929
Kaltstellung Kummlers. Rückzug vom Berufsleben
1932
Eine Wirtschaftsgruppe aus Zürich um Ernst Göhner kauft das Mehrheitspaket der Kummler + Matter AG
1938
Erweiterung des Leitungsbaus um Trolleybusfahrleitungen
1949
5. Februar Hinschied mit 85 Jahren in Aarau Verlegung des Firmensitzes von Aarau nach Zürich
1953
Elektrowatt wird Mehrheitsaktionärin. Stetiger Ausbau des Elektroinstallationsgeschäftes
1997
Atel - Aare Tessin AG für Elektrizität - übernimmt Kummler + Matter AG. Die Sparte Elektroinstallationen wird aus K+M herausgelöst und firmiert unter dem Namen Atel Elektroanlagen K+M AG. Kummler + Matter AG behält den Namen und konzentriert ihre Tätigkeiten auf die ursprünglichen Stammgebiete in der Energieversorgungstechnik, Fahrleitungsbau, Kabelbau und Verkehrsregelungsanlagen
