Speicherkraftwerke
Das Speicherkraftwerk Blenio wurde zwischen 1959 und 1963 in Betrieb genommen. Zum Kraftwerk gehören die Zentralen Luzzone, Olivone und Biasca. Alle Anlagen werden von der Leitstelle in Locarno aus ferngesteuert und überwacht. Die Konzession läuft bis ins Jahr 2042.
Ursprünglich wurde in diesem Kraftwerk das Wasser des ersten Dixence-Stausees turbiniert, der 1957 vom Lac des Dix überflutet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt das Kraftwerk den Weltrekord der grössten Fallhöhe. Chandoline ist eng mit den Anlagen des Komplexes von Cleuson-Dixence verknüpft.
Vor dem Bau von Cleuson-Dixence benötigte man rund 2200 Stunden, um den Stausee Grande Dixence zu entleeren, was einem Betrieb der Turbinen von Oktober bis April während 11 Stunden pro Tag mit voller Leistung entspricht.
Kraftwerk Neubrigg – 1008 m ü.M.
Die ganz im Osten des Wallis gelegenen Anlagen umfassen vier Kraftwerke und zwei Stauseen. Sie unterteilen sich in drei klar abgegrenzte Netze. Die Kraftwerke und ihre Zuleitungen wurden zwischen 1964 und 1974 in Betrieb genommen. Zusammen decken die Gommerkraftwerke den Bedarf von 44'000 Personen.2 ...
Das Wasser im Stausee Gebidem stammt aus dem Aletschgletscher und ist reich an Ablagerungen. Die 55 m3 Wasser, die im Kraftwerk Bitsch pro Sekunde turbiniert werden, enthalten zwischen 10 und 13 kg Sand. Pro Stunde sind das an die 40 Tonnen.
Der 1930 Meter hoch gelegene Stausee Emosson speist sich aus einem Teil des Wassers des Montblanc-Massivs. Die Energieerzeugung erfolgt in den rund 1400 Meter tiefer gelegenen Zentralen Vallorcine und Martigny-La Bâtiaz. Der Inhalt des Stausees reicht aus, um eine Stadt mit 250 000 Einwohnern zu beleuchten.
Der Stausee Livigno gilt als Beispiel internationaler Zusammenarbeit bei der Stromerzeugung, und das Kraftwerk Ova Spin mit dem Ausgleichsbecken zeigt, wie das nutzbare Wasser des Inns in wertvolle Speicherenergie umgewandelt werden kann.
Das 495 Meter hoch gelegene Kraftwerk nutzt eine Bruttofallhöhe von 1643 m, die bis 1934 einen Weltrekord darstellte. Das Wasser stammt aus einem Stausee in 2135 Metern Höhe. Als Besonderheit verfügt das Kraftwerk im ehemaligen Maschinensaal über einen eigentlichen Theatersaal, wo regelmässig Vorstellungen stattfinden.
Nach Verlassen des Kraftwerks Pallazuit auf dem Weg zur Rhone wird das Wasser der Dranse noch dreimal turbiniert: im Kraftwerk Orsières, Eigentum der Forces Motrices d'Orsières, im Kraftwerk Sembrancher, Eigentum von Romande Energie und schliesslich im Alpiq-Kraftwerk von Martigny-Bourg.
Das Kraftwerk Gougra nutzt die Wasserkraft aus dem Val d’Anniviers und dem Turtmanntal vor allem dank der 1954 gebauten Staumauer Moiry oberhalb Grimentz. Die Staumauer ist 148 Meter hoch und 610 Meter lang. Vom Stausee aus gelangt das Wasser in die Kraftwerke in Mottec, Vissoie und Chippis (Navizence).
Die Anlage von Grande Dixence sammelt das Wasser von 35 Walliser Gletschern. Das Glanzstück der Anlage ist die Staumauer Grande-Dixence, die höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Das Stauwasser stürzt in die Kraftwerke Fionnay und Nendaz.
Kernstück der Anlagen ist der 197 Mio. m3 fassende Stausee Valle di Lei. Aufgestaut wird er durch eine Bogenmauer mit einer maximalen Höhe von 138 m und einer Kronenlänge von 635 m. Fast der ganze Stausee – und auch das zugehörige natürliche Einzugsgebiet, aus welchem rund ein Drittel des aufgestauten Wassers stammt – liegen in Italien.
Die Besonderheit dieser Staumauer sind die durch ein Widerlager verbundenen beiden Bogenmauern. Um das Wasser in den Stausee zu leiten, wurden über 20 km lange Stollen gebaut. Das Wasser des Stausees fliesst durch eine beinahe 8 km lange Leitung, bevor es turbiniert wird.
Das Herzstück dieser Anlage ist die Kraftwerkszentrale Airolo. Die zwei Generatoren mit einer Nennleistung von je 29 MW werden von zwei Peltonturbinen angetrieben. Mit der erzielten Jahresproduktion könnte die Stadt Chiasso mit Strom versorgt werden.
Die Kraftwerke Maggia verwenden das Wasser aus dem Einzugsgebiet der Maggia und des Brenno. Dabei nutzen sie das Gefälle zwischen dem Speicherbecken Gries und dem Langensee. Die Bruttofallhöhe von rund 2200 Metern ist das höchste Gefälle, das in der Schweiz über eine Kette von Speicherkraftwerken grosser Leistung genutzt wird.
Im Kraftwerk befindet sich eine elektromechanische Werkstatt von HYDRO Exploitation SA, wo gewisse Bestandteile der Wasserkraftwerke hergestellt oder repariert werden. Die Werkstatt dient auch als Lehrlingsausbildungsstätte.
Das Projekt Nant de Drance sieht vor, zwischen den bestehenden Stauseen Emosson und Vieux Emosson in einer Kaverne ein Pumpspeicherkraftwerk zu bauen. Die beiden Seen liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Finhaut. Das Kraftwerk ist für die Stromproduktion zu den Verbrauchsspitzen konzipiert.
Das 1908 gebaute Wasserkraftwerk Navizence in Chippis wird zwischen Oktober 2010 und Dezember 2013 umfassend modernisiert.Dies geschieht ohne grössere bauliche Veränderungen. Im Zentrum steht der Austausch der sieben horizontalen Maschinengruppen. Sie werden durch drei neue Maschinengruppen mit jeweils 23,7 MW mit vertikaler Achse und 5 Injektoren ...
Seit dem 7. April 2011 laufen die Bauarbeiten für das neue Pumpspeicherkraftwerk Veytaux. Forces Motrices Hongrin-Léman SA (FMHL), an der Alpiq mit fast 40 Prozent beteiligt ist, investiert dafür 330 Millionen Schweizer Franken. Die Anlage am Genfersee soll voraussichtlich ab Ende 2014 doppelt so viel Strom produzieren wie bisher. Veytaux wird für ...
Das Wasser im Stausee stammt aus den Einzugsgebieten von Salanfe und Saufla. Das Wasser der Saufla erreicht den Stausee durch das natürliche Gefälle eines 4 km langen Stollens. Die Druckleitung zwischen dem Stausee und dem 1 472 m tiefer gelegenen Kraftwerk Miéville hat ein Gefälle von bis zu 95 Prozent.
Die Gesellschaft betreibt die drei Kraftwerke Gondo, Gabi und Tannuwald, die das Wasser aus dem Simplonmassiv für die Stromproduktion nutzen. Die Zentralen von Gabi und Tannuwald werden von Gondo aus ferngesteuert. Zwei Drittel der jährlichen Stromproduktion werden im Sommer erzeugt.
Oberhalb Vals, im Bereich des Rheinwaldhornes, wird das Wasser verschiedener Täler im Zervreila-Stausee gesammelt. Es wird in drei Stufen und in drei Zentralen zur Stromproduktion genutzt. Die jährlich produzierte Energiemenge reicht zur Versorgung von rund 110 000 Haushalten.