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Projekt FMHL+: Effizienter und kostengünstiger dank Poolorganisation

Alpiq hat im Rahmen ihres Mandates für das Pumpspeicherkraftwerk Forces Motrices Hongrin-Léman (FMHL), welches auch die Projektleitung für das neue Kraftwerk FMHL+ beinhaltete, eine besondere Organisationstruktur für Grossprojekte aufgebaut. Das Projektteam, das sich aus einem Pool von internen Mitarbeitenden zusammensetzt, erreichte bedeutende Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Weil das Team über den Projektabschluss hinaus bestehen bleibt, können die Kompetenzen gesichert werden.

Alpiq entwickelt sich von einer Stromproduzentin mehr und mehr in Richtung Dienstleisterin für Dritte und bietet im Bereich Asset Management von Wasserkraftanlagen Gesamtlösungen an. Für diese Kompetenz hat Alpiq als erstes europäisches Stromunternehmen das ISO-Zertifikat 55’001 erhalten, welches in Kürze mit dem ISO-Zertifikat 9’001 ergänzt wird. Alpiq nimmt bereits jetzt in verschiedenen bedeutenden Projekten, darunter im Projekt FMHL+, die Rolle der Bauherrschaft ein.

Die neue Kraftwerkszentrale von FMHL+ ist seit Januar 2017 voll einsatzfähig. Sie verdoppelt die Leistung der Wasserkraftanlage Veytaux (FMHL) von 240 MW auf 480 MW, wobei 60 MW als Reserve dienen. Seit der Machbarkeitsstudie im Jahr 2006 beabsichtigte Alpiq, ein kleines, agiles, internes Team aufzubauen, welches auch nach Projektende bestehen bleiben sollte. «Wir wollten keine Organisation aufbauen, dessen einziger Fokus das Leiten von Bauprojekten ist, wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Damals hatte man Mitarbeitende für die Projekte engagiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten ging deren Wissen jedoch verloren», präzisiert Nicolas Rouge, Verantwortlicher Support Hydro Asset Management bei Alpiq und gleichzeitig Bauherrenvertreter im Projekt FMHL+.

Genau eine solche Doppelfunktion ermöglicht es Nicolas Rouge, einen Gesamtüberblick zu gewinnen sowie die nötigen Ressourcen anhand der wandelnden Bedürfnisse zu identifizieren und zu mobilisieren. Denn die Bildung eines solchen Pools erlaubt es, schnell zu reagieren und in den verschiedenen Projekten, in denen die Mitarbeitenden parallel arbeiten, Prioritäten zu setzen. So können diese bei höherem Arbeitsanfall schnell auf operative Verstärkung zählen oder sich schrittweise anderen Projekten zuwenden, wenn die Arbeit wieder abnimmt. Gaël Micoulet, Projektleiter FMHL+, weist darauf hin, dass die Mitarbeitenden durch die Perspektive auf Folgeprojekte motiviert würden und Kündigungen vor Ende der Bauzeit vorgebeugt werden könne. «Für ein Projekt wie FMHL+, das sich über ein Jahrzehnt erstreckt, ist eine solche Kontinuität äusserst wichtig. Nur so bleiben Erfahrung und Know-how erhalten. Dadurch werden grosse Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen erreicht, auch wenn es schwierig ist, diese genau zu beziffern.»

Nachhaltig Kompetenzen sichern

Die stabile Projektorganisation hat zu einem besonderen Klima des Vertrauens innerhalb des Projektteams geführt, was sich positiv ausgewirkt hat. «Als Alain Jaccard 2007 zum Projektleiter ernannt worden ist, haben wir ihm in Anbetracht seiner bevorstehenden Pensionierung einen qualifizierten Ingenieur zur Seite gestellt. Während wir von seinen langjährigen Erfahrungen mit komplexen Projekten im Ausland profitieren durften, organisierte er seine Nachfolge, indem er seine Erfahrung an seinen Stellvertreter Gaël Micoulet weitergab, der 2008 zum Team gestossen war. Dies führte zu einer reibungslosen Übergabe», sagt Nicolas Rouge.

Das Projekt FMHL+ neigt sich allmählich dem Ende entgegen und einige Mitarbeitende widmen sich nach und nach anderen Alpiq-Projekten, so z. B. dem Simplon (Zentralen Gabi/Tannuwald), dem Z’Mutt-Projekt von Grande Dixence und dem Projekt Nant de Drance. Derweil werden die letzten mit FMHL+ verbundenen Aufgaben, insbesondere administrative Arbeiten und Dokumentationen zu Ende geführt.