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Kraftwerk Felsenau: Alpiq Prozessautomation projektierte Leittechnik-Modernisierung

Alpiq Prozessautomation AG hat im Auftrag von Energie Wasser Bern (ewb) die Modernisierung der kompletten Leittechnik des Flusskraftwerkes Felsenau bei Bern geplant und überwacht. Ziel der Modernisierung war die Sicherstellung einer lückenlosen Produktion von erneuerbarer Energie.

Energie Wasser Bern (ewb) gehört zu den fünf grössten städtischen Energieversorgern der Schweiz. Als öffentlich-rechtliches Unternehmen der Stadt Bern stellt ewb unter anderem die Stromversorgung der Bundeshauptstadt sicher. Diese Elektrizität stammt auch aus dem Flusskraftwerk Felsenau, das sich im gleichnamigen Quartier im Norden Berns befindet und im Besitz von ewb ist.

Die Stromproduktion im Kraftwerk Felsenau läuft seit 1909, letztmals revidiert wurde es 1989. Seine Rohrturbine nutzt das 10 bis 14 Meter hohe Gefälle der Aare-Schlaufe zwischen dem Stauwehr Engehalde und der Felsenau, damit produziert es 70‘000 MWh pro Jahr und versorgt über 15‘000 Haushalte mit sauberer Elektrizität. Auf Grund des Alters der Anlage und von auslaufender Unterstützung seitens des Herstellers hatte sich ewb im Jahr 2013 entschieden, 2014 eine umfassende Modernisierung der elektrischen, elektronischen und mechanischen Komponenten durchführen zu lassen.

Projektplanung und -überwachung von A bis Z

Die Spezialisten von Alpiq Prozessautomation AG übernahmen bei diesem Auftrag die komplette Planung und Überwachung des Projektes. Folgende Aufgaben standen, neben der Projektleitung, im Zentrum:

  • Grundlagen und Anforderungen ermitteln
  • Konzept «Betrieb und Bedienung» mit ewb überprüfen und überarbeiten
  • Konzepte «Wasserhaushalt», «Leittechnik» und «Energieversorgung» erstellen
  • Ersatzumfang definieren
  • KKS Kennzeichnungssystem einführen
  • Lastenhefte erstellen
  • Risikobewertung erstellen
  • Ausschreibungsunterlagen erstellen
  • Offerten auswerten und Vergabeantrag zuhanden ewb erstellen
  • Werksabnahmen durchführen
  • Realisierung inkl. Inbetriebnahme und Abnahmen begleiten und überwachen
  • Anlagedokumentation erstellen

Der Auftrag für die Umsetzung der neuen Kraftwerks-Leittechnik konnte am 14. Juni 2013 planmässig an die Lieferfirma vergeben werden. Nach einer gut neunmonatigen Engineering- und Fertigungsphase wurde die Anlage am 22. April 2014 ausser Betrieb genommen. Die Stillstandszeit dauerte lediglich 10 Wochen, seit dem 26. Juni 2014 ist die revidierte Anlage wieder am Netz.

Eine ausgezeichnete Projektplanung war bei diesem Vorhaben von grösster Wichtigkeit. Vor allem auch, weil ein maximaler Betriebsunterbruch von lediglich 45 Arbeitstagen möglich war. Diese Vorgabe des Auftraggebers konnte Alpiq Prozessautomation AG und der Lieferant dank guter Zusammenarbeit einhalten.

EL_www.ewb.ch