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Synergieeffekte auf Vertrauensbasis

Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende. Ein Mittel sieht man in flexiblen Erzeugungsanlagen. Sie sollen die Volatilität aus Wind- und PV-Anlagen ausgleichen und Netzengpässe zwischen Nord- und Süddeutschland schliessen. Unsere deutschen Kollegen haben sich aktuell auf die Vermarktung von Biogasanlagen spezialisiert.

André Schaller in der Leipziger Innenstadt.

«Generell vermarkten wir ausschliesslich hochflexible Anlagen, von denen es nur 70 bis 80 in Deutschland gibt», sagt André Schaller, Key Account Manager, der schon sieben Jahre lang für einen Wettbewerber solche Anlagen vermarktet hat, bevor er im September 2021 zu Alpiq kam.

Bei unserer Form der Vermarktung von hochflexiblen Biogasanlagen haben wir in Deutschland nur sechs Konkurrenten. Im Gegensatz zu denen verlangen wir keine Marktzugangskosten und machen all unsere eigenen Erlöse transparent. Auch poolen wir nicht. «Unsere Mitbewerber werfen Anlagen unterschiedlicher Qualität, Flexibilität und Performance in einen Topf», sagt André, und erklärt: «Auf diese Weise müssen die guten Anlagen die schlechten querfinanzieren. Darauf verzichten wir, um nur die zuverlässigsten und flexibelsten Anlagen zu akquirieren. Wir zahlen einen höheren Preis, verlangen aber auch, dass die Anlagen drei Mal am Tag hochgefahren werden, dass sie fünfmal so viel installierte Leistung haben, als sie im Jahresmittel abrufen und dass sie genügend grosse Speicher haben, mit denen sie ihre Produktion auf die lukrativsten Stunden verlagern können.»

Flexibilitätsvermarktung

Unter Flexibilitätsvermarktung verstehen wir die Vermarktung der erzeugten Energie aus Biogasanlagen und Biomethan-Blockheizkraftwerken. Die Anlagen müssen flexibel als regeneratives Speicherkraftwerk gefahren werden und nicht auf Grundlast. Die Energie vermarkten wir auf den Day-Ahead- und Intraday-Märkten und zahlen unseren Kunden entweder einen Festpreis oder sie wählen das Performancebonus-Modell. Bei der Berechnung des Festpreises nehmen wir eine anlagenbezogene Bewertung vor. Kriterien sind Speichergrösse, Gaszufluss, installierte Leistung und Starthäufigkeit. Beim Performancebonus-Modell multiplizieren wir diesen sogenannte API (Anlagen-Performance-Indikator) mit den sechs preishöchsten Stunden pro Tag. Im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern verlangen wir keine Marktzugangskosten, berechnen keine Gebühr zur Erstellung der Fahrpläne und machen sogar unseren Mehrerlös transparent. Mit einem Portal geben wir Kunden jederzeit Einblick in ihren Fahrplan und sie können sich über Ausfälle und Wartungsarbeiten informieren.

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Dass wir solche Anlagen überhaupt ins Portfolio bekommen, verdanken wir einem speziellen Kooperationsmodell mit dem Agrarservice Laß. Dahinter steckt Martin Laß, der zu einer Biogas-Koryphäe in Norddeutschland zählt und dort einen Trend in Gang gesetzt hat. Seit fast zehn Jahren setzt er sich für die Flexibilisierung der Anlagen ein und rüstet sie um. Mittlerweile beschäftigt er 30 Mitarbeitende. Zusammen mit dem 41-Jährigen Agrar-Manager haben wir das Angebot so weiterentwickelt, dass es für die Landwirte, aber auch für uns so attraktiv wie möglich ist. «Eine Synergie auf Vertrauensbasis», bezeichnet André Schaller die Zusammenarbeit mit Martin Laß, bei der nicht einmal Geld f liesst. «Er bringt uns Kunden, die wir in die Vermarktung nehmen, und wir bringen ihm Kunden, bei denen er Anlagen optimieren kann. Wenn die Anlagen nicht die erforderte Flexibilität erbringen, rüstet er sie so um, dass es sich für den Landwirt lohnt, weil er von uns wiederum höhere Preise bekommt.»

In naher Zukunft wollen wir unser Preis- und Berechnungsmodell umgestalten, damit wir auch die viel zahlreicheren Anlagen mit geringerer Flexibilität gewinnbringend vermarkten können. Vor allem im neuen Segment der Biomethan-Blockheizkraftwerke gibt es eine historische Chance: In Deutschland werden sie erst ab 2022 gebaut und wir könnten solche Anlagen von Beginn an übernehmen und müssten sie nicht abwerben. Die Margen sind vielversprechend. Dementsprechend gross aber auch die Erwartungen der Kunden. Sie erwarten hohe Preise und eine faire, offene und ehrliche Zusammenarbeit, die wir ihnen bieten wollen.

3 Fragen an ...

Martin Laß

Alpiq Kunde und Biogasanlagen-Betreiber

Welche Bedeutung haben Biogasanlagen in Deutschland?

Im Moment gibt es in Deutschland etwa 9000 Biogasanlagen, die vor allem zwischen 2007 und 2011 entstanden sind. Aufgrund der Diskussion um die Flächenkonkurrenz mit landwirtschaftlicher Nutzung kam der Ausbau ins Erliegen. Noch in diesem Jahrzehnt wird es wahrscheinlich eine Renaissance der Biomasse geben, da ihre energiepolitische Bedeutung, aber auch ihre Rolle für die Biodiversität mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Was sind aktuelle Trends und wohin entwickeln sich Biogasanlagen?

Nach zwei Jahrzehnten Diskussion ist endlich ein Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien zu spüren. Vor allem Wind und PV. Der derzeitige Trend sind Speicher. Mit zunehmendem Anteil schwankender Energieerzeugung brauchen wir dringend mehr Speichermöglichkeiten. Dazu können bestehende Biogasanlagen ganz einfach vom Grundlastbetrieb auf Spitzenlast umgestellt werden und Wind und PV ergänzen. Aus ihnen können lokale, höchst flexible und sehr effiziente Speicherkraftwerke gemacht werden. Bisher fehlten nur die Marktsignale dafür.

Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit Alpiq beschreiben?

ASL baut inzwischen seit fünf Jahren Biogasanlagen zu regenerativen Speicherkraftwerken um (RSK). Gemeinsam mit Alpiq sucht ASL nach Optimierungsmöglichkeiten der Anlagen, um den Betreibern beste Bedingungen zur Vermarktung ihrer Strommengen zu ermöglichen. Dazu müssen der Anlagenbetrieb, die algorithmenbasierte Steuerung und die flexible Vermarktung in Einklang gebracht werden. Ich kann sagen, dass unsere Zusammenarbeit mit Alpiq von schnellen und kurzen Wegen geprägt ist und bereits zu zahlreichen Innovationen und neuen Produkten geführt hat. In den nächsten Jahren werden noch viele RSK errichtet, die ihre Vermarktung über uns optimieren werden.